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Der Lachwald ist ein Mischwaldgebiet im Kreis Saarlouis, zwischen Saarwellingen und Hülzweiler. Seine Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung beträgt ca. 1,0 km, in Ost-West-Richtung ca. 1,5 km. Durch seine erhöhte Lage (ca. 250 ü.M.) bildet das Waldgebiet einen Riegel zwischen den genannten Ortschaften. Der nach Saarwellingen hin gelegene nordwestliche Teil -ca.450 m x 500 m- wird durch die von Saarwellingen nach Hülzweiler führende L 341 vom restlichen Waldgebiet getrennt. Dieses Areal ist seit Herbst 2003 Gegenstand einer heftigen Kontroverse zwischen der Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) und der Bürgerinitiative Lachwald, die sich in Saarwellingen formiert hat. Grund für die Kontroverse ist die Absicht der VJS sich in dem genannten Teilstück des Waldes mit einem Schulungs- und Verwaltungsgebäude mit dazu gehörigen Schießanlagen anzusiedeln, weil sie ihren bisherigen Standort im Saarbrücker Stadtwald bei der Universität auf Wunsch der Landesregierung aufgeben soll. Der nordwestliche Lachwald Unter dem Aspekt des Naturschutzes hat der in Frage stehende Teil des Lachwaldes eine traurige Geschichte. Das Areal wurde 1856 von der damaligen preußischen Provinzverwaltung als Schießplatz ausgewählt. Es wurden mehrere Schießbahnen angelegt, deren Wälle heute noch zu erkennen sind. Offenbar auf Grund dieser Vorgeschichte ist das Waldstücke zu einem Ort behördlicher und privater Willkür verkommen. Vor allem seit den Nachkriegsjahren wird dort mit Billigung der zuständigen Behörden oder auf ihre Initiative hin ein verantwortungsloser Raubbau am Naturgut Wald betrieben. Mit Berufung auf die Tradition" wurde 1955 ein Schützenverein angesiedelt. In den 60er Jahren wurde für 2 Hallen des THW eine große Waldfläche geopfert. 1976 wurde ein Wurfscheibenschießstand eingerichtet, der seit seiner Inbetriebnahme eine erhebliche Lärmbelästigung für die Saarwellinger Bevölkerung darstellt und eine sehr ernst zu nehmende Belastung des Bodens durch Blei und andere Giftstoffe aus dem Schießbetrieb zur Folge hat. Eine Schießhalle der Saarländischen Polizei wurde samt Grund und Boden aus dem Landesforst an einen Waffenhändler verkauft. In konsequenter Ausnutzung der beschriebenen Gegebenheiten plant die VJS den Bau ihrer Anlage. Die Realisierung des Projekts mit seinen enormen Ausmaßen würde die jetzt schon bestehende Zersiedelung um 100 % verschlimmern. Offenbar denkt keine der zuständigen Behörden an die Möglichkeit die chaotische Entwicklung anzuhalten, wobei gerade dies im Falle des Lachwaldes eine vordringliche Aufgabe für die Verantwortlichen wäre. Denn trotz der beschriebenen Eingriffe ist das Waldgebiet seit Generationen ein beliebtes Naherholungsgebiet für die Einwohner der umliegenden Orte. Der an der L 341 angelegte Parkplatz wird das ganze Jahr über von Wanderern und Joggern angefahren, an Sommerabenden reicht seine Kapazität nicht aus, um alle Wagen der Erholung Suchenden aufzunehmen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||